Vernissage

Das Herz schlägt für internationale Beziehungen

Vernissage und Preisverleihung zum Fotowettbewerb im Öhringer Schloss

Wer sich auf eine Reise begibt, der kann vieles erleben. Das konnten Besucher der Vernissage zur Fotoausstellung „Mein Herz schlägt für die Welt!“ im Blauen Saal des Öhringer Schlosses eindrücklich erfahren. Die Fotoausstellung zeigt die Ergebnisse des vorangegangenen Fotowettbewerbs und macht deutlich, wie vielfältig die internationalen Beziehungen zwischen Hohenlohe und dem Rest der Welt sind. Im Rahmen einer Feierstunde wurden im Blauen Saal des Öhringer Schlosses die Beiträge der Gewinner vorgestellt und Preise übergeben.

Oberbürgermeister Thilo Michler erinnert sich in seinem Grußwort an seine ersten Erfahrungen in Europa. Eine Reise mit dem Interrail-Ticket durch verschiedene Länder ermöglichte ihm Begegnungen, die bis heute nachhallen. Dass Erlebnisse dieser Art nun in großer Zahl als Fotoausstellung in den Räumen des Rathauses zu sehen sind freut ihn besonders. Das Engagement des jungen fünfköpfigen Vorbereitungsteams hat er als Schirmherr deshalb sehr gerne unterstützt.


Der Höhepunkt des Abends ist die Vorstellung der Gewinnerbilder in den drei Kategorien „Abenteuer Europa“, „Freundschaften in Europa“ und „Weltweit verwurzelt“. Nicolas Ischen berichtet über seinen Fußmarsch auf dem Jakobsweg und beschreibt, den Moment, auf dem Weg so weit gekommen zu sein, dass sich Umkehren nicht mehr lohnt. Sein zweites Gewinnerbild zeigt, wie fremde Menschen mitten in der serbischen Natur zur Rettung werden können, wenn das Mietauto im Schlamm stecken bleibt. Hilfsbereitschaft benötigt keine Sprachkenntnisse. Um international vernetzte Rhetorikklubs zu besuchen war Alexander Kufner wiederum in Schottland unterwegs. Sein Gewinnerbild zeigt eine wunderschöne Heidelandschaft gemeinsam mit seinem Motorrad, das ihn bis an die äußeren Hebriden gebracht hat. Jonas Böhringer zeigt auf seinem Gewinnerfoto („Wellen in Neon“) den jungen Gianluca bei seinem größten Hobby, dem Tanzen. Die besondere Aufnahme mit Langzeitbelichtung bringt Bewegung und Begeisterung des jungen Deutschen mit italienischen Wurzeln besonders zur Geltung. In die Welt der Kinder von „La Tortuga“ entführte Verena Engert das Publikum. Ihr Bild zeigt die Fischerkinder aus Peru, die sie während eines Freiwilligendienstes kennenlernen konnte. Seitdem schlägt ihr Herz für dieses Land. Dass man an vielen Orten zu Hause sein kann beschreibt wiederum Volha Malykha. Ihr Gewinnerbild zeigt sie selbst und ihren Mann Stas. Das junge Ehepaar, dass aus derselben Stadt in Belarus kommt, sich aber erst in Deutschland kennengelernt hat berichtet im Interview über seinen Hochzeitstag in Kopenhagen.
Zwischen den einzelnen Programmpunkten wird die Vernissage musikalisch umrahmt von Yosmari Rodriguez am Cello. 

Wie es eigentlich zu diesem Fotowettbewerb kam, erklärt das Organisationsteam am Ende des Abends. Der Fotowettbewerb wurde gefördert durch das Europäische Solidaritätskorps. Dieses Förderprogramm der Europäischen Union ermöglicht jungen Menschen die Finanzierung eigener Projekte. Und wer an diesem Abend Lust auf Erlebnisse im Ausland bekommen hat, kann in diesem Rahmen auch an einem geförderten Freiwilligendienst in Europa teilnehmen.

(Fotos: Frank Lutz)